Wolfgang Schröder

(2) Werte und Führung: Erfolgreiche Praxis auf der Basis von Werteforschung statt überholter Grundlagen

Im ersten Beitrag wurden grundlegende Ergebnisse aus 40 Jahren Werteforschung in Deutschland beschrieben. Bemerkenswert ist z.B. wie stabil Wertestrukturen über viele Jahre sind, aber auch kurzfristig bei Herausforderungen wie Covid-19. Nun konzentrieren wir uns auf den spezifischen Mehrwert für Führungskräfte und MitarbeiterInnen. Im zweiten Beitrag geht es um den konkreten Nutzen der Werteforschung für Führung.

Herausforderung:

Führung in Deutschland steht schon seit Jahren in der Praxiskritik. Eine Vielzahl von Studien belegen, dass Führungskräfte mit den Herausforderungen für Führung nicht gut fertig werden sollen. Dabei gibt es schon lange Erfahrungen, dass es nicht an den Führungskräften liegt, sondern an den Konzepten, mit denen sie in Deutschland führen sollen.  

Grundlage:

In vielen Seminaren für Führungskräfte und MitarbeiterInnen ist der Rokeach Value Survey (RVS) eingesetzt worden. Die SeminarteilnehmerInnen sollten

  • Werteforschungsergebnisse und den Einfluss der Werte auf Verhalten kennenlernen
  • ihre eigenen Werte und Werteprioritäten ermitteln 
  • Werte ihrer MitarbeiterInnen bzw. ihrer Führungskräfte einschätzen
  • Konsequenzen aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden für Führung ableiten

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und der Tatsache, dass SeminarteilnehmerInnen aus vielen Unternehmen und Branchen kamen, können Ergebnisse verallgemeinert werden.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse zeigen die desaströsen Wirkungen klassischer Führungskonzepte, in denen Führungsstile und situatives Verhalten der Führungskräfte im Mittelpunkt stehen. Diese Konzepte berücksichtigen nicht die gesellschaftlich wichtigen Werte sondern sie verletzen sie sogar. Auch klassische „Vorurteile“ werden sichtbar, die komplexe Führungssituationen noch schwieriger machen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entsteht deshalb nicht.

Perspektive:

Im Mittelpunkt von Führung stehen die wichtigen Werte „Selbstachtung“ und „Innere Harmonie“. Aber auch Gehorsam. Führungskräfte und MitarbeiterInnen unterliegen dazu folgenschweren Fehleinschätzungen. Die eigene Selbstachtung zu erhalten ist auch in der Gesellschaft einer der wichtigsten Werte. „Value Clarification“ öffnet den Weg zu Tools und Maßnahmen, die Respekt fördern, Selbstwertgefühl erhalten und Ergebnisse verbessern. 

Umsetzung:

Auf dieser Basis hat sich ein Führungskonzept ergeben, das auf Respekt aufbaut und mit dem die Ziele des Unternehmens, der Führungskräfte und der MitarbeiterInnen  erreicht werden. So wird Führung bei den heutigen Herausforderungen erfolgreich.

Entdecken Sie, wie die Werteforschung die Qualität der Führung verbessert und welche praktischen Konsequenzen sich daraus ergeben. Es sind Handlungsempfehlungen, damit Sie Führungskompetenzen stärken und um den Verantwortungsbereich erfolgreich zu lenken.

Manuskript zum Download:

Link zum nächsten Beitrag: (3) Werte und Unternehmenskultur. Den Rahmen für Führungserfolg gestalten

Kommentar (1)

  • Zur Rolle von Werten – drei Perspektiven. (1) Wie Werte als Verhaltensgrundlage wirken. Ergebnisse aus 40 Jahren Werteforschung in Deutschland – Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik e.V.| 27. Juni 2023

    […] Link zum nächsten Beitrag: (2) Werte und Führung: Erfolgreiche Praxis auf der Basis von Werteforschung statt überholter Grund… […]

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